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  Artemis Fowl
 
Artemis Fowl
von Eoin Colfer

1. Artemis Fowl
2. Die Verschwörung
3. Der Geheimcode
4. Die Rache
5. Die verlorene Kolonie
6. Das Zeitparadox
7. Der Atlantis-Komplex
8. Das magische Tor

1. Artemis Fowl

Genre: Fantasy
Seiten:
237
Erscheinungsjahr: 2003


Inhalt:

Artemis Fowl, der jüngste Spross einer alten irischen Gangsterdynastie, möchte mit einem unglaublichen Plan den finanziellen Ruin seiner Familie aufhalten. Mit Hilfe des in seinen Besitz gelangten Buch der Elfen deckt er ein Geheimnis auf, von dem bisher kein Mensch etwas ahnte. Tief unter der Erde hütet das Elfenvolk einen legendären Goldschatz und Artemis macht sich auf, diesen Schatz zu rauben.

Meine Bewertung:


Meine Meinung:
Nach all den guten Rezensionen und einem guten Marketing rund um Artemis Fowl, hatte ich hohe Erwartungen an dieses Buch. Auch den Klappentext fand ich recht ansprechend, aber der Inhalt konnte leider nicht ganz mithalten.

Die Story ist spannend, abenteuerlich und teilweise witzig, konnte mich aber nicht vom Hocker reißen. Die Grundidee (kleine, intelligente Wesen, die verborgen in unserer Welt existieren) kannte ich bereits aus Büchern wie "Nebenan" und "Fool on the Hill". Ich hatte aufgrund des Klappentextes irgendwie ein anderes Konzept erwartet, daher wirkte die Geschichte von vornherein etwas "verbraucht" auf mich.

Was Artemis' Charakterzeichnung angeht, bin ich etwas unschlüssig. Einerseits fand ich die Tatsache, dass er ein 12-jähriges Genie ist, sehr interessant. Andererseits war seine Gefühlslosigkeit und die nüchterne Art, mit der er seine Verbrechen ausführt, nicht sehr anprechend. Hin und wieder scheint man einen kleinen Blick hinter seine kalte Fassade zu erhaschen, vor allem wenn es um seine geistig verwirrte Mutter geht, aber das hat einfach nicht ganz gereicht, um Artemis sympathisch zu machen.

Das Erdvolk war mir hingegen recht sympathisch. Wobei ich ihre Kampfbereitschaft und die strategischen Manöver doch etwas gewöhnungsbedürftig fand. Es zeigt, dass sie dem Menschen ebenbürtig, vielleicht sogar überlegen sind. Aber unter "Feen" stellt man sich eben friedliebende, sanfte Wesen vor und keine abgeklärten Krieger.

Den Verlauf der Geschichte fand ich interessant und spannend. Da man als Leser kaum einen Einblick in irgendwelche Pläne bekommt, ist das Ende völlig offen. Wobei auch dieser Schreibstil seine negativen Seiten hat. Das ganze Buch wirkte doch sehr unpersönlich. Man bekommt kaum etwas von den Gedanken und Gefühlen der Charaktere mit, wodurch man kaum eine Beziehung zu ihnen aufbauen kann. Ich habe die Geschichte gelesen, sie hat mich einigermaßen unterhalten, aber ich hatte nie das Gefühl ein Teil davon zu sein. Das fand ich wirklich schade, denn gerade das "Eintauchen" in ein Buch macht für mich den Reiz aus.

Ich glaube, dass Artemis Fowl einiges Potential hat, aber dieser erste Teil der Reihe war eher ernüchternd für mich. Ich bin mir nicht sicher, ob ich die Reihe noch weiter verfolgen werde.
 
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