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  Stigmata
 
Stigmata - Nichts bleibt verborgen
von Beatrix Gurian



Genre: Mystery, Jugendthriller
Seitenzahl:
384
Erscheinungsjahr: 2014



Inhalt:

Kurz nach dem Tod ihrer Mutter erhält Emma von einem unbekannten Absender eine alte Schwarz-Weiß-Fotografie, die ein Kleinkind zeigt. Dem Foto beigefügt ist die rätselhafte Aufforderung, die Mörder ihrer Mutter zu suchen. Angeblich soll Emma die Täter in einem Jugendcamp finden, das in einem abgelegenen Schloss in den Bergen stattfindet. Dort stößt sie immer wieder auf unheimliche Fotografien aus der Vergangenheit des Schlosses. Und auch in der Gegenwart häufen sich die mysteriösen Zwischenfälle …

Meine Bewertung:


Meine Meinung:

Das Buch wird angepriesen mit Worten wie "beklemmend", "nervenzerreißend" und "Stigmata geht unter die Haut"; diese reißerischen Begriffe würde ich jetzt nicht unbedingt verwenden, aber das Buch hat wirklich seinen ganz eigenen Reiz.

Auf den ersten Blick ist vor allem das schön gestaltete Cover erwähnenswert, das Lust auf die Geschichte dahinter macht. Außerdem sind die Fotografien und andere Hinweise, die Emma im Laufe der Story findet, tatsächlich im Buch abgebildet. Die Bilder sind stimmungsvoll in Szene gesetzt und verstärken die mysteriöse und düstere Atmosphäre des Buchs.

Der Schreibstil ist sehr einfach gehalten und liest sich sehr flüssig. Beim Lesen merkt man auch, dass das Buch eher für eine jugendliche Zielgruppe geschrieben wurde. Es ist nicht sehr anspruchsvoll, aber trotzdem sehr spannend und unterhaltsam.

Die Geschichte selbst verläuft in 3 Zeitlinien: Die jüngste Vergangenheit, in der Emma erfährt, dass ihre Mutter gestorben ist und sie die ersten Hinweise erhält. Dann die Gegenwart, in der Emma im Jugendcamp auf Spurensuche geht, um den Tod ihrer Mutter aufzuklären. Und schließlich noch die weit zurückliegende Vergangenheit, in der man erfährt, was Emmas Mutter als Kind erlebt hat.

Die Autorin schafft es sehr gut, diese verschiedenen Zeitströme übersichtlich und sinnvoll einzubringen, sodass ein schöner Spannungsbogen entsteht und es beim Lesen nie langweilig wird. Denn mit jedem Zeitsprung erfährt man ein kleines bisschen mehr über die Charaktere, es werden aber auch immer neue Fragen aufgeworfen.

Leider fand ich die Charaktere alles in allem eher blass und nicht interessant genug beschrieben. Ihnen fehlen ein paar Ecken und Kanten, um sie authentischer wirken zu lassen und sich ein besseres Bild von ihnen machen zu können. Mit Emma bin ich nicht so richtig warm geworden, obwohl sie als Ich-Erzähler auftritt. Ihre anfängliche Paranoia im Jugendcamp fand ich etwas überzogen und die Beschreibungen, wie sie mit ihrer Mutter zu Lebzeiten umgesprungen ist, haben sie mir auch nicht gerade sympathischer gemacht...

Auch der Plot war eher etwas flach. Die Beweggründe, die hinter alldem steckten, haben mir nicht ganz ausgereicht, um es richtig ernst zu nehmen. Somit blieb das Ende für mich ein wenig unbefriedigend.

Fazit: Die düsteren Bilder und der spannende Aufbau der Story machen aus dem Buch einen echten Pageturner.
Bis auf die mittelmäßigen Charakterbeschreibungen und den schwachen Plot, bietet das Buch gute und kurzweilige Unterhaltung.






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