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  HP und das verwunschene Kind
 
Harry Potter und das verwunschene Kind
von J.K. Rowling u.a.



Genre: Fantasy
Seitenzahl:
336
Erscheinungsjahr: 2016
Originaltitel: Harry Potter and the Cursed Child

Inhalt:
Es war nie leicht, Harry Potter zu sein – und jetzt, als überarbeiteter Angestellter des Zaubereiministeriums, Ehemann und Vater von drei Schulkindern, ist sein Leben nicht gerade einfacher geworden. Während Harrys Vergangenheit ihn immer wieder einholt, kämpft sein Sohn Albus mit dem gewaltigen Vermächtnis seiner Familie, mit dem er nichts zu tun haben will. Als Vergangenheit und Gegenwart auf unheilvolle Weise miteinander verschmelzen, gelangen Harry und Albus zu einer bitteren Erkenntnis: Das Dunkle kommt oft von dort, wo man es am wenigsten erwartet.

Meine Bewertung:


Meine Meinung:
Ich habe verhältnismäßig lange gewartet, bis ich mir dieses Buch kaufte. Einerseits wollte ich mir das Harry Potter Universum nicht durch eine "schlechte" Fortsetzung vermiesen, andererseits hatte ich Bedenken, weil es als Script geschrieben ist. Schließlich konnte ich aber doch nicht wiederstehen; nach dem Lesen dieses Buches bleibe ich mit gemischten Gefühlen zurück...

Es tut gut wieder in die magische Welt von Harry Potter einzutauchen. Da ich nicht nach London reißen wollte/konnte, um mir das Theaterstück anzusehen, war ich natürlich froh, dass es auch ein Buch dazu geben sollte. Anfangs war es etwas ungewohnt zu lesen (obwohl ich schon das ein oder andere Theaterstück gelesen habe). Der Zauber der ursprünglichen Harry Potter Bücher kommt nicht so richtig rüber. Außerdem schreitet die Story sehr schnell voran; es scheint alles sehr komprimiert.

Die Story hätte eigentlich sehr interessant werden können: Das Gedankenspiel "was wäre wenn"? Die Umsetzung war dann allerdings sehr ernüchternd und dürftig. Man muss sich aber auch vor Augen halten: Es ist ein Theaterstück! Man kann die Geschichte nicht ausführlich in die Länge ziehen und somit die Schauspieler 24 Stunden auf der Bühne präsentieren lassen, nur um die hohen Ansprüche der Buchleser zu erfüllen.

Was mich mehr gestört hat, sind die vielen Logikfehler. Ich bin beim Lesen von Büchern immer darauf bedacht (unbewusst) die Logik hinter allem zu erkennen und zu begreifen. Wenn also eine Geschichte an einer Stelle keinen Sinn macht, die Charaktere sich unlogisch verhalten oder Zusammenhänge falsch sind, macht mich das total unruhig (und irgendwie frustriert es mich auch, weil mein Gehirn einfach nicht aufhören kann die Logik zu suchen, sie aber nicht findet).

Nun hat dieses Buch leider seeehr viele Logikfehler, gerade durch das spannende Element der Zeitreise. Ich will hier nicht alle aufzählen, weil ich sonst zu viel von der Story verrate, aber dem aufmerksamen Leser dürfte es nicht entgangen sein.

Des Weiteren fand ich die meisten Dialoge ziemlich schwach. Gerade die Wortwechsel zwischen den Erwachsenen, die sich teilweise zanken wie kleine Kinder... Ich weiß nicht, ob das bei Theaterstücken so üblich ist, aber mich hat das etwas gestört.

ACHTUNG SPOILER!!
Mein Highlight an Irrsinn in diesem Buch: Delphi.
Voldemort hat also mit Bellatrix eine Tochter gezeugt - Ähm, ja. Der Typ, der von Liebe und Freundschaft überhaupt nichts hält, beschließt also ein Kind zu zeugen?! Das hat den Vogel dann komplett abgeschossen, unsinniger geht's kaum noch...

Zu dem Buch kann ich leider kaum etwas positives schreiben. Aber zwei Dinge konnten mich dann doch etwas aufheitern:
Zunächst einmal fand ich Scorpius richtig toll! Er ist einfach ein liebenswerter und lustiger Charakter und peppt das Buch gewaltig auf. Außerdem Snape kommt zwischendurch kurz vor und überraschte mich mit einigen schlagfertigen und lustigen Aussagen (Beispiel: Als Snape erfährt, dass er in der richtigen Zeitlinie stirbt, sagt er zu Hermine: "Wenigstens bin ich nicht mit dem verheiratet." und deutet auf Ron.  )

SPOILER ENDE

Fazit: 
Wie man sieht halten sich die positiven Anmerkungen in Grenzen; die Kritikpunkte könnte ich dagegen noch um einiges erweitern...
Ich denke, wenn man das Buch wirklich nur als Script zu einem Theaterstück ansieht, ist es okay und ich stelle es mir auf der Bühne unterhaltsam und spektakulär vor, wenn man über die Logikfehler hinwegsehen kann.
Als Buch allein ist es eher... naja... schwierig zu beurteilen. Es ist falsch, das Buch als Fortsetzung zu betrachten, denn mit der ursprünglichen Reihe hat es kaum noch etwas zu tun. Es erinnert eher an eine Fan Fiction. Der Inhalt ist einfach sehr dürftig und fehlerhaft. Daher kann ich einfach keine gute Bewertung dazu abgeben. 






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