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  Die Maschinen
 
Die Maschinen
von Ann Leckie



Genre: Science Fiction
Seitenzahl:
544
Erscheinungsjahr: 2015
Original: Ancillary Justice


Inhalt:
Breq ist eine Kämpferin, die auf einem einsamen Planeten auf Rache sinnt. Hinter ihrer verletzlichen, menschlichen Fassade verbirgt sich mehr, als es zunächst den Anschein hat: Sie wurde von den Radch geschaffen, die nach und nach das gesamte Universum unterworfen haben. Breq ist nur dem Äußeren nach eine Frau, vor allem aber ist sie ist eine perfekt konstruierte Maschine, abgerichtet zum Erobern und Töten. Nun aber beschließt sie das Unmögliche: Ganz allein will sie es mit Anaander Mianaai aufnehmen, dem unbesiegbaren Herrscher der Radch. Denn Breq will endlich frei sein.

Meine Bewertung:


Meine Meinung:
Eines vorweg: Ich habe dieses Buch NICHT zu Ende gelesen (was ungewöhnlich für mich ist, da ich wirklich SEHR selten ein Buch abbreche). Trotzdem will ich eine kurze Rezension dazu schreiben und erklären, warum ich es abgebrochen habe.

Die Erwartungen waren hoch: Das Cover ist ansprechend gestaltet, das Buch gewann offensichtlich drei Awards und die Inhaltsangabe versprach eine spannende aber auch tiefgründige Handlung. Doch schon während des 2. Kapitels bemerkte ich, dass ich nicht richtig in die Geschichte hineinfand.

Der Schreibstil ist "okay". Einerseits lässt es sich ganz gut lesen, andererseits hat mich eine Sache durchweg gestört: In der Zukunft, die uns die Autorin hier beschreibt, gibt es keine Unterschiede mehr zwischen den Geschlechtern. Das ist zwar ein toller Gedanke, aber um das deutlich zu machen, wird in dem Buch nur das weibliche Pronomen verwendet. Das heißt, selbst wenn über einen männlichen Akteur geschrieben wurde, hieß es: "sie tut dies und das". Das fand ich furchtbar verwirrend und ich konnte mir einfach nie merken, wer jetzt männlich und weiblich ist und hatte deswegen nie ein klares Bild der Personen im Kopf...

Allgemein hat es die Autorin nicht geschafft, dass ich mir die Welt in dieser fernen Zukunft vorstellen konnte. Die Politik und Ansichten des Volkes werden auf komplizierte Weise vermittelt (ich habe es, ehrlich gesagt, überhaupt nicht verstanden), die Charaktere bleiben ausdruckslos und kalt (was vielleicht mit der ganzen KI-Sache zu tun hat, aber man braucht doch trotzdem jemandem, mit dem man sich irgendwie identifizieren kann) und die Handlung dümpelt so vor sich hin.

Auf den 200 Seiten, die ich gelesen habe, passierte nicht wirklich viel. Auch die Intention, worauf die Handlung zusteuert, blieb mir weitestgehend verborgen. Dazu noch die langatmigen und uninteressanten Dialoge und die komplexe Hintergrundgeschichte, die sich mir auch nicht ganz erschloss, sorgten dafür, dass ich die Lektüre frustriert zur Seite legen musste.

Lesen ist für mich normalerweise Entspannung pur. Das Eintauchen in fremde Welten ist immer wieder eine spannende Reise, auf der man viele Charaktere lieben und hassen lernt. Leider blieb dieser Lesegenuß hier völlig auf der Strecke...








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