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  Die Buchspringer
 
Die Buchspringer
von Mechthild Gläser



Genre: Fantasy, Jugend
Seitenzahl:
384
Erscheinungsjahr: 2015

Inhalt:
Während des Sommerurlaubs auf einer vergessenen Shetlandinsel erfährt Amy, dass sie als Mitglied der Familie Lennox of Stormsay über die Fähigkeit verfügt, in Bücher zu reisen und dort Einfluss auf die Geschichten zu nehmen. Schnell findet Amy Freunde in der Buchwelt. 
Doch bald merkt Amy, dass die Buchwelt nicht so friedlich ist, wie sie zunächst scheint. Erst verschwindet Geld aus den Schatzkammern von Ali Baba, dann verletzt sich Elizabeth Bennet auf dem Weg zum Ball mit Mr Darcy, sodass eine der bekanntesten Liebesgeschichten der Weltliteratur im Keim erstickt wird. Für Amy ist klar: Sie muss den Störenfried stellen! Doch erst, als sich die Zwischenfälle auch auf die Realität auswirken und schließlich sogar ein Todesopfer fordern, wird Amy klar, wie ernst die Bedrohung ist.

Meine Bewertung:


Meine Meinung:
Amys Leben verlief bisher relativ normal, bis sie und ihre Mutter Alexis Hals über Kopf nach Stormsay aufbrechen, einer kleinen Shetlandinsel in Schottland. Dort leben nur wenige Menschen, die sich in zwei Clans aufteilen: die Lennox und die Macalisters. Durch ihre Großmutter erfährt Amy, dass die beiden Clans die Gabe haben in die Welt der Bücher zu springen, und auch Amy hätte diese Gabe geerbt.

Klingt erst einmal sehr originell und fantasievoll. Mich hat die Idee der Geschichte etwas an die Tintenwelt-Trilogie erinnert oder auch an die Unendliche Geschichte - ein Protagonist, der in die Bücherwelt eintaucht.

Ich fand das Buch zwar ganz unterhaltsam, aber einige Dinge haben mir nicht besonders gefallen.
Ich bin ja der Meinung, dass in Fantasybüchern so ziemlich alles erlaubt ist, solange der Autor es vernünftig Argumentieren kann. Bei "Die Buchspringer" fehlte mir irgendwie ein schlüssiges Argument für die Buchspringerei! Es ist die Aufgabe der Lennox und der Macalisters die Literatur zu beschützen. Aber warum müssen sie dazu in die Buchwelt springen? Wenn niemand gesprungen wäre, wäre es gar nicht zu den Vorfällen gekommen, die die Buchwelt erst in Gefahr gebracht haben. Der Sinn hinter dem Buchspringen konnte ich also überhaupt nicht nachvollziehen und das hat die Geschichte für mich dann auch insgesamt etwas unsinnig gemacht...

Die Charaktere fand ich alles in allem okay. Amy ist ein sympathisches Mädchen, Betsy ist eine nervige Göre, Will ist ein charmanter Junge, Alexis ist eine flippige Hippie-Mutter...
Ich habe nicht ganz verstanden, warum Amy ihre Mutter nur beim Vornamen nennt. Sollte das verdeutlichen, dass sie mehr wie eine Freundin zu ihr stand? Oder sollte es eine Distanziertheit ausdrücken? Eine Erklärung gab es dazu leider nicht.

Die Tatsache, das Amy zur Hälfte eine Buchfigur ist, hat den Verlauf der Handlung überhaupt nicht beeinflusst. Ich dachte, dass der Sinn dahinter noch irgendwann zum Vorschein kommt, aber im Prinzip war es völlig egal, sie hätte auch eine "normale" Buchspringerin sein können...
Insofern fand ich auch das "Drama" um ihren Vater etwas unnötig. Es hätte der Geschichte nicht geschadet, wenn dieser Teil gefehlt hätte...

Viele Aspekte der Geschichte wirkten auf mich sehr märchenhaft. Z.B. wie sich die Buchspringer in der Buchwelt "vorblättern" oder auch die "Zeile", wo sich die Buchcharaktere aufhalten, wenn sie in ihrer eigenen Geschichte gerade nicht gebraucht werden.


Obwohl einige Stellen in dem Buch vorhersehbar waren, hat mich der Plot überrascht. Es war schön und tragisch zugleich.

Alles in allem war das Buch ganz unterhaltsam. Am meisten hat mich eigentlich der Logikfehler gestört, dass die Buchspringer überhaupt springen... ansonsten ist es ein schönes märchenhaftes Buch - vielleicht eher etwas für jüngere Leser






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