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  Das Schicksal ist ein mieser Verräter
 
Das Schicksal ist ein mieser Verräter
von John Green



Genre: Drama, Krankheit
Seitenzahl:
336
Erscheinungsjahr: 2014
ISBN: 978
3423625838


Inhalt:
Hazel ist 16 und weiß, dass sie bald an ihrem Krebsleiden sterben wird - doch sie will auf keinen Fall bemitleidet werden und niemandem zur Last fallen. Ihre Mutter überredet sie, an einer Selbsthilfegruppe für Krebspatienten teilzunehmen, wo sie Augustus begegnet. Augustus hat den Krebs besiegt und ist auf Anhieb von der humorvollen und klugen Hazel angetan. Bald entwickelt sich zwischen Hazel und Augustus eine Freundschaft, die immer tiefer geht, obwohl die Jugendlichen wissen, dass ihnen durch die Krebserkrankung nicht mehr allzu viel Zeit bleibt.


Meine Bewertung:


Meine Meinung:
Ich habe einige Rezensionen zu diesem Buch gelesen, positive und negative, um irgendwie eine Inspiration für meine eigene Rezension zu bekommen, aber das Buch ist nicht leicht zu bewerten. Es behandelt ein schwieriges und bewegendes Thema und jeder Mensch empfindet etwas anderes beim Lesen. Ich kann deshalb in dieser "Bewertung" auch nur wiedergeben, wie das Buch auf mich gewirkt hat.

Den Einstieg in die Geschichte fand ich großartig. Hazel erzählt in der Ich-Perspektive von sich und über ihr Leben mit der Diagnose Krebs. Sie weiß, dass sie sterben wird; die Medikamente verlängern ihr Leben nur, eine Heilung gibt es nicht. Trotzdem ist der Schreibstil nicht deprimiert, sondern eher zynisch und sarkastisch, was mich als Leser positiv überraschte. Man entwickelt sofort Hazel gegenüber Sympathie und Empathie.
Die Geschichte legt keinen großen Wert auf eine bestimmte Handlung. Es geht vielmehr darum, in die hoffnungslose Welt der beiden Protagonisten einzutauchen, die sich täglich mit dem Tod auseinandersetzen müssen.

Die Leidensgeschichte von Hazel und Augustus habe ich als sehr intim empfunden. Die beiden leben in ihrer eigenen, von einer Krankheit überschatteten Welt. Der Leser bleibt hier außen vor, er betrachtet alles aus der Distanz.
Etwas merkwürdig fand ich einige Dialoge zwischen Hazel und Augustus, teilweise ein wenig philosophisch mit ein bisschen tiefgründigem Humor. Das liest sich zwar sehr unterhaltsam, aber solche Dialoge passen eher in ein insziniertes Theaterstück als zu zwei Teenagern.

Der Handlungsstrang mit dem Autor Van Houten hat mir irgendwie überhaupt nicht gefallen. Ich weiß nicht so recht, aber für mich hat er irgendwie nicht in die Geschichte gepasst und seine unsympathische Art machte es auch nicht besser. Auch seine merkwürdige Art zu Sprechen fand ich nervig, seine hochtrabenden Worte haben mich eigentlich nur verwirrt.
Dass er später in Amerika auftaucht und über sein Leben jammert, fand ich unpassend und unnötig. In meinen Augen ist seine einzige "Daseinsberechtigung" in dem Buch die, dass er das "Nachher" repräsentiert. Was mit den Angehörigen nach dem Verlust eines geliebten Menschen passieren KÖNNTE. Glücklicherweise liest man gegen Ende des Buchs, dass Hazels Eltern wohl einen anderen Weg einschlagen werden.

Ich habe ja schon geschrieben, dass ich den Anfang des Buchs sehr gut fand. Leider hält sich das nicht bis zum Schluss. Ab der Amsterdam-Reise hat es mir nicht mehr so gut gefallen, obwohl ich nicht genau sagen kann, woran das liegt. Ich verlor irgendwie die Bindung zu den Protagonisten, der Schreibstil wurde immer distanzierter und machte es mir kaum noch möglich das Leid der beiden nachzuempfinden.

Trotz allem bereue ich es nicht, das Buch gelesen zu haben. Der Autor hat eine ungewöhnliche, aber einzigartige Herangehensweise gewählt, um dieses Thema zu behandeln. Ob die Geschichte nun gut oder schlecht umgesetzt wurde, ist wirklich Geschmackssache und muss jeder selbst beurteilen. Ich hab hier meine Kritikpunkte dargelegt, andere Leser werden es wieder ganz anders empfinden als ich.








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